DRK Presseinformationen https://www.kvndsob.brk.de de DRK Mon, 27 Sep 2021 15:01:17 +0200 Mon, 27 Sep 2021 15:01:17 +0200 TYPO3 EXT:news news-211 Fri, 14 Aug 2020 15:30:00 +0200 BLAULICHT-BLUTSPENDE AM 4.9. https://www.kvndsob.brk.de/ehrenamt/presse-service/meldung/blaulicht-blutspende-am-49.html #warmumsherz UPDATE SAVE THE DATE: BLAULICHT-BLUTSPENDE AM 4.9. TOLLE GRUPPEN-GEWINNE ERWARTEN EUCH! Der Blutspendedienst mobilisiert unter dem Motto "Gemeinsam gegen Gleichgültigkeit: Schenke Leben – spende Blut" gerade alle, die mit ihrer Blutspende aktiv Leben retten. Wir sind unglaublich stolz auf alle regelmäßigen Spender*innen, die uns seit Jahren unterstützen – aber auch auf alle Neulinge, die den Weg zu uns finden. Ein ganz herzlichen Dankeschön! Um unsere geballte Power im Kreisverband ins rechte Licht zu rücken, ist es Ehrensache, nach Kräften die Blaulicht-Blutspende in der FFW Neuburg am Freitag, 4. September, zu unterstützen. Von 15 bis 20 Uhr gilt es: Alle teilnehmenden Gruppen dürfen sich über attraktive Preise freuen, die verlost werden. Der 1. Preis ist schon ein Hammer: Ein Spanferkel für eine Grillfeier – das wünscht sich doch jede Gemeinschaft! Also: Kommt in Scharen und zeigt, was Euch als Gruppe zusammenhält! Jede*r ist willkommen, der die Blaulicht-Organisationen unterstützen will.

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news-208 Wed, 15 Apr 2020 09:00:00 +0200 Corona blockiert doppeltes Jubiläum https://www.kvndsob.brk.de/ehrenamt/presse-service/meldung/corona-blockiert-doppeltes-jubilaeum.html BRK-Bereitschaft (150 Jahre) und Aktion Disco-Fieber (20 Jahre) müssen gemeinsame Feier im Juli absagen / Ausweichtermin erst im nächsten Jahr Schrobenhausen / Neuburg (BRK) Es sollte ein ganz großes Fest werden. Schließlich steht ein Doppeljubiläum im Terminkalender. Mit der BRK-Bereitschaft Schrobenhausen wird eine der ältesten Organisationen bundesweit heuer 150 Jahre alt und die Partner von der Aktion Disco-Fieber blicken immerhin auf ihr 20-jähriges Bestehen zurück. Für den 3. und 4. Juli war eine ganze Veranstaltungsreihe geplant, doch jetzt macht die Corona-Pandemie diesem Ereignis einen Strich durch die Rechnung.  „Das Risiko ist zu groß. Für dieses Jahr sagen wir ab“, erklärt Bereitschaftsleiter Ferdinand Liebl im Namen des Vorbereitungsteams, räumt aber ein, dass im nächsten Jahr bereits nach einem Ausweichtermin gesucht werde.

Dass gar nicht erst nach Notlösungen gesucht worden sei, betont auch Manfred Irrenhauser-Kress als örtlicher Repräsentant von Disco-Fieber. Selbst wenn man das Virus besser in den Griff bekomme, eine schnelle Rückkehr zum Alltag werde es wohl nicht geben. Im Augenblick wäre sowieso keine Zeit für weitere Festvorbereitungen. Das Bayerische Rote Kreuz schaltete nämlich schon am 14. März in den Krisenmodus, bereits zwei Tage vor dem Ministerpräsidenten. Seitdem ist der Kreisverband im 24/7-Einssatz, anders ausgedrückt, Haupt- und Ehrenamtliche sind an sieben Tagen der Woche 24 Stunden verfügbar. Die breite Öffentlichkeit bekommt von dem geleisteten Arbeitspensum gar nicht so viel mit, vieles vollzieht sich hinter den Kulissen.

Täglich tagt der Krisenstab, der sich um den Notbetrieb in den Kindergärten ebenso kümmert wie um einen Essensservice im Landkreis oder die um Augenblick so heikle Beschaffung von Atemmasken. Am Tisch oder am Bildschirm immer dabei: Vertreter der Bereitschaft Schrobenhausen, deren Arbeit Kreisgeschäftsführer und Krisenbeauftragter Robert Augustin ohne Einschränkung lobt. In diesen Tagen zeige sich, dass die aufwendige Ausbildung und die umfangreiche technische Ausstattung eine gute Investition seien. „Corona verlangt uns alles ab!“

Beim Blick in die Geschichte landet Ferdinand Liebl im Jahr 1870. Die Genfer Konventionen waren gerade einmal vier Jahre alt, da ging in Schrobenhausen aus der damaligen Schwesternschaft des Roten Kreuzes die Bereitschaft hervor, die damit zu den ältesten Gemeinschaften überhaupt zählt.  Es folgte eine rasante Entwicklung, die manche Autoren gerne als Weg „vom Krankenträger zum Rettungsassistenten“ bezeichnen. Im Jubiläumsjahr kann Liebl auf 54 Aktive zurückgreifen. Sie sind in verschiedenen Fachgruppen zusammengefasst, die für besondere Herausforderungen qualifiziert sind. So gibt es eine schnelle Einsatzgruppe Transport, die kurzfristig vier Verletzte oder Patienten übernehmen kann. Die Gruppe Information und Kommunikation kommt bei Bedarf mit einem rollenden Büro an den Schadensort. In dem Sprinter geht es zwar etwas eng zu, dafür ist die Technik vom Feinsten, von Funk über Telefon bis zu Faxgeräten. Experten sitzen in der Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung, die Aufgaben im Katastrophenschutz übernehmen kann.

Bestens bekannt ist inzwischen der Helfer vor Ort. Das Fahrzeug ist seit 2012 unterwegs, wobei acht Ehrenamtliche sicherstellen, dass die zusätzliche Unterstützung bei Notfällen rund um die Uhr zur Verfügung steht. Die neueste Errungenschaft ist zweifellos die originellste. Die UAV-Gruppe betreibt eine Drohne. Kein Spielzeug, sondern ein achtmotoriges Profimodell, das in schwer einsehbare Einsatzgebiete schaut und auch in der Personensuche zu gebrauchen ist. Schmunzeln muss Ferdinand Liebl, wenn er auf die 35 Mitglieder der Frauenbereitschaft zu sprechen kommt: „offiziell gibt es die nämlich gar nicht, aber wir nennen sie halt so, weil sie nur aus Frauen besteht.“ Sie sind vorwiegend bei den Blutspendeterminen im Einsatz.  Bleibt noch die Bereitschaftsjugend. Sie befindet sich noch im Aufbau, zählt aber immerhin schon neun Mitglieder.

Weitaus jünger, dafür bayernweit in vieler Munde, ist die Aktion Disco-Fieber. Ins Leben gerufen wurde sie vom 2017 verstorbenen Toni Euba. Er wollte nicht mehr länger zusehen, wie immer mehr junge Menschen bei sogenannten Disco-Unfällen ihr Leben lassen mussten. Im Jahr 2000  suchte der Arzt Kontakte und fand sie. So feilten bald viele Lehrer, Seelsorger, Kulturschaffende und Sozialarbeiter an einem Konzept, das aus jungen Autofahrern verantwortungsbewusste Verkehrsteilnehmer machen sollte – ohne erhobenen Zeigefinger.

Aktionstage entstanden, Sponsoren wurden gefunden, namhafte Sportler setzten sich an die Spitze des Projekts und ein bundesweit gefeierter Film entstand. Ging es zunächst vorwiegend um Alkohol am Steuer, so kamen auch bald die Aspekte Drogen und Handy dazu. Dass die Aktion schon seit vielen Jahren beim Bayerischen Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung angesiedelt ist, wertet Manfred Irrenhauser-Kress als Bestätigung für die Idee von Toni Euba. Sein Tod habe eine schmerzliche Lücke hinterlassen. Er fehle als Ideengeber und als Türöffner, weshalb die neue Dreierspitze mit ihm, Stefanie Leiprecht und André Ponndorf in besonderer Verantwortung stehe.

Deshalb sei man froh gewesen, als die neue Disco-Fieber-Botschafterin, die Boxweltmeisterin Tina Rupprecht ihr Kommen zu den Jubiläumsfeierlichkeiten in Aussicht gestellt habe. Geplant war jede Menge. Unter anderem die Weihe von drei neuen BRK-Spezialfahrzeugen, auch eine Fahne sollte ihren Segen bekommen. Für den Samstag hatte das Planungsteam schon an einem großen Eventtag getüftelt, mit Leistungsschau, Fahrzeugausstellung, DKMS-Typisierung, Cocktails ganz ohne Alkohol, einem Fahrsimulator und einem Kinderprogramm. Am Abend hätte der gesamte Kreisverband gefeiert. Doch in diesem Jahr wird nichts daraus.

Wie lebt man jetzt damit, dass eine Großveranstaltung ins Wasser gefallen ist? „Es geht“, erklären die Organisatoren übereinstimmend. Schließlich hätten ja nicht Planungsfehler dazu geführt und ein Virus habe kein Mensch auf dem Schirm haben können. Die Hoffnungen ruhen jetzt auf einem freien Termin im nächsten Jahr. Das kann aber auch schwierig werden, wenn es mehr Veranstalter gibt, die etwas nachzuholen haben.

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news-209 Wed, 15 Apr 2020 09:00:00 +0200 "Warm ums Herz" geht weiter https://www.kvndsob.brk.de/ehrenamt/presse-service/meldung/warm-ums-herz-geht-weiter.html Nicht nur die hauptamtlichen BRKler, auch die Ehrenamtlichen sind in der Corona-Krise besonders aktiv. Nicht nur die hauptamtlichen BRKler, auch die Ehrenamtlichen sind in der Corona-Krise besonders aktiv. Für das vergangene Osterfest hatten die Kinder, die nach wie vor über die Notbetreuung im BRK-Kindergarten sind, den Damen und Herren im Seniorenzentrum kleine Geschenke gebastelt. Da sie über die Feiertage – wie bundesweit in den Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und Altenheimen – keinen Besuch bekommen konnten, haben die ganz Kleinen für die jung Gebliebenen die Osterfreude aufs Papier gebracht. Gemeinsam mit ihren Erzieherinnen schickten die Kinder selbstgemalte und gebastelte Geschenke.

Warm ums Herz wird einem nicht nur bei diesen Geschenken, sondern auch bei dem Engagement von Elfriede Müller und ihrem Bereich „Wohlfahrt und Soziales“. Gemeinsam mit vielen Ehrenamtlichen und den ErzieherInnen, die aktuell nicht in der Notbetreuung beschäftigt sind, werden MNS-Schutzmasken genäht. „2.000 wollen wir schaffen“ – dieses Ziel, das Robert Augustin formuliert hat, spornt alle Aktiven zu weiteren Höchstleistungen an.

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news-167 Fri, 10 Aug 2018 09:05:19 +0200 Servus Toni, wir sehen uns im Himmel! https://www.kvndsob.brk.de/ehrenamt/presse-service/meldung/servus-toni-wir-sehen-uns-im-himmel.html „EIN MENSCH, DER ANDEREN MENSCHEN GEHOLFEN HAT“ Zum Tod unseres BRK Ehrenvorsitzenden Toni Drexler  

(Textauszug "Nachruf Toni Drexler" v. Günther Hastreiter)

Toni Drexler war ein guter Mensch, ohne ein Gutmensch zu sein. Wie wohl kein anderer prägte er in der Stadt das Gesicht des modernen Rettungswesens und der sozialen Idee. Zunächst als Vorsitzender des Jugendrotkreuzes, dann als Einsatzleiter und Erbauer der neuen BRK-Wache und des BRK-Zentrums und nicht zuletzt als Gründer der Humanitären Hilfe sowie als Stadtratsmitglied. Längst war er in Rente, aber Ruhe gönnte er sich nie. Erst als sich eine ganze Reihe von Erkrankungen immer stärker bemerkbar machte, trat er ins zweite Glied, nicht ohne sich vorher darum gekümmert zu haben, dass sein Lebenswerk fortgeführt wird. Am späten Nachmittag dieses Montags schlief Toni Drexler im Kreis seiner Familie friedlich ein. Er wurde 76 Jahre alt. Voller Achtung und Dankbarkeit blickt die BRK-Familie im Landkreis zurück auf Tonis beispielloses Wirken.

Welche Odysseen an Krankenhausaufenthalten, Chemotherapien und Bestrahlungen auch Toni Dexler in den letzten Jahren zu überstehen hatte, Kranksein war nie sein Ding. „Ich lebe gerne, ich will alt werden“, trug er als optimistisches Lebensmotto vor sich her, wohl wissend, dass er gefährliche Gegenspieler im eigenen Körper trug.

Geboren und aufgewachsen ist Toni Drexler in der Rotkreuzstraße. Zunächst absolvierte er eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker und arbeitete in diesem Beruf, ehe er 1973 zum Roten Kreuz wechselte, bei dem die Standards des Patiententransports damals noch in den Kinderschuhen steckten. Durch die legendären Papier- und Kleidersammlungen schuf er die finanzielle Basis für Verbesserungen im Fahrzeugpark und im Rettungswesen. In diese Zeit fielen auch der Neubau von Garagen und die Einführung des Patiententransports im Notarztwagen. Da die alte Wache an der Pöttmeser Straße bald aus allen Nähten platzte, wagte Drexler das ehrgeizige Projekt eines Neubaus direkt am Krankenhaus. Als der 1990 bezogen wurde, gab es endlich moderne Garagenplätze und angemessene Unterkünfte fürs Personal.

Als er schließlich 2002 nach 29 Dienstjahren in den Ruhestand trat, war mit dem Engagement noch lange nicht Schluss. Die Humanitäre Hilfe lief gerade auf vollen Touren und hatte schon Länder wie Albanien, Rumänien, Ungarn, die Türkei, Litauen, Armenien oder die Ukraine unterstützt und hinter der Rettungswache entstand gerade ein weiteres Drexler-Großprojekt: der Garagentrakt mit dem BRK-Zentrum.

Mit dem Engagement beim Roten Kreuz waren seine Kapazitäten aber noch nicht erschöpft. Als er für den Stadtrat kandidierte, kam er auf Anhieb ins Gremium, wurde zwei Mal wiedergewählt und beendete seine kommunalpolitische Karriere erst, als ihm die Gesundheit zu schaffen machte. Und wenn er nicht gerade für die Humanitäre Hilfe unterwegs war, dann saß er am Steuer des Bürgerbusses.

Angesichts dieses Lebenswerks waren Auszeichnungen eher ein bescheidenes Dankeschön der Allgemeinheit. Im Auftrag des Bundespräsidenten verlieh Bayerns Innenminister Joachim Hermann 2015 das Bundesverdienstkreuz. Zwei Jahre später folgte der Titel Ehrenkreisvorsitzender des BRK. Für seine Stadtratsarbeit wurde ihm schon vorher, im Jahr 2012, die Goldene Bürgermedaille überreicht. 2012 gehörte er im Münchener Rathaus zum Hand verlesenen Kreis derjenigen, denen das BRK seine höchste Auszeichnung an die Brust heftete, das Ehrenzeichen der Bereitschaften in der Stufe Gold. Es folgte eine Einladung zum Fest des Bundespräsidenten für die Ehrenamtlichen in Berlin und dann meldete sich das Deutsche Rote Kreuz. 2015 wurde der BRK-Mann aus Schrobenhausen mit der höchsten Auszeichnung bundesweit bedacht, Präsident Theo Zellner überreichte das Ehrenzeichen des DRK.

Nun trauert das Schrobenhausener Land um eine bedeutende Persönlichkeit. Unser BRK Kreisgeschäftsführer Robert Augustin und sein Stellvertreter Anton Gutmann bringen es auf den Punkt, wenn sie sagen, dass Toni Drexler für die Idee des Roten Kreuzes gebrannt habe und dass seine Präsenz und seine Aktivitäten überall in dieser Stadt zu spüren gewesen seien. Das Feuer ist nun erloschen. Geblieben ist aber neben seinen Bauwerken die großartige Idee der Humanitären Hilfe. Sie wird eine Herausforderung und Verpflichtung für die Erben.

Der BRK Kreisverband Neuburg-Schrobenhausen verneigt sich vor dem Lebenswerk seines Ehrenvorsitzenden Toni Drexler und behält diesen in ehrenvoller und dankbarer Erinnerung.

Unsere Anteilnahme gilt seiner Frau Gertraud, seinen Kindern, Enkelkindern und der ganzen Familie.

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