Mitte August schickte die Humanitäre Hilfe des BRK Neuburg-Schrobenhausen erneut einen voll beladenen LKW auf den Weg nach Rumänien. Das Land ist zwar EU-Mitglied und hat sich wirtschaftlich stark entwickelt. Dennoch bestehen insbesondere im sozialen und medizinischen Bereich sowie in ländlichen Regionen weiterhin erhebliche Versorgungsdefizite und kann deshalb Hilfe sehr gut gebrauchen. Ziel war die Diözese Hermannstadt, von wo aus die Hilfsgüter an verschiedene Einrichtungen verteilt wurden.
Fünf ehrenamtliche Helfer sowie zwei Helfer vor Ort übernahmen das Abladen. Die Hilfsgüter wurden am Abladeort gleich nach Zieleinheiten geordnet. Sie umfassten unter anderem neue und gebrauchte Kleidung, medizinische Hilfsmittel, Pflegebetten und Matratzen, Rollstühle, Rollatoren, Reinigungs- und Desinfektionsmittel, Putzwägen, Spielsachen sowie Ausstattung für Schule, Kindergarten und Kinderkrippe.
Unterstützt wurden das Kreiskrankenhaus und verschiedene Pflegeeinrichtungen in Hermannstadt. Auch die Pflegeheime in Agnita und Talmaciu erhielten dringend benötigte Pflegebetten, Matratzen sowie Reinigungs- und Schutzmittel. In Bradeni konnte die Gemeinde, ein Kindergarten und eine medizinische Praxis mit Kleidung, Reinigungsmitteln, Kindersachen und Ausstattung unterstützt werden. In Casolt, dem sogenannten „bunten Dorf“, informierten sich die Helfer über die Situation der Kinder und die weitere Entwicklung des dortigen Projektes. Ziel ist die allgemeine und schulische Erziehung sowie die Eingliederung im Leben des Dorfes, da in der Gemeinde sehr viele Roma-Kinder leben.
Eine wichtige Rolle bei der Organisation und Koordination vor Ort spielt seit vielen Jahren die gebürtige Rumänin Rodica Leporda. Sie kümmert sich darum, den tatsächlichen Bedarf zu ermitteln, Kontakte zu den Einrichtungen zu pflegen und eine zielgerichtete Verwendung der Spenden sicherzustellen. Die Empfänger zeigten sich für die Unterstützung sehr dankbar und bedankten sich auch noch Tage später telefonisch.
Harry Hoffmann, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Humanitäre Hilfe, richtet deshalb zusammen mit Rodica Leporda, einen besonderen Dank an alle Geld- und Sachspender sowie an die zahlreichen Ehrenamtlichen, die die Waren gesammelt, verpackt, aufgeladen und in Rumänien abgeladen und verteilt haben: „Nur gemeinsam und mit viel Engagement ist diese wertvolle Hilfe zu leisten.“
Rodica Leporda stellte in der letzten Vorstandssitzung unseres Fördervereins die Bedürftigkeit des Behindertenheimes in Agnita vor. Bei ihrem letzten Aufenthalt in ihrer Heimat besuchte sie dieses Heim und fand heraus, dass die zur Verfügung gestellten Mittel nicht ausreichen.
Der Vorstand beschloss einstimmig die notwendigen finanziellen Mittel freizugeben. Vorrangig ist immer die Hilfe durch Sachgüter, weshalb Rodica Leporda beauftragt wurde, vor Ort die notwendigen Lebensmittel zu beschaffen und dem Heim zu übergeben.
Hans Meilinger, Schatzmeister unseres Fördervereins, unternahm im Mai 2026 eine private Reise und unterstützte die Initiatorin des Projektes bei der Beschaffung und der Übergabe der Lebensmittel.
Auch Tiberius Kiss, Militärpriester in Rumänien und langjähriger Unterstützer, packte voller Kraft mit an und stand mit Rat und Tat zur Seite.

Rund 14.000 Teile, hauptsächlich Kinder- und Damenbekleidung, haben wir von Ernsting’s familiy, übermittelt durch die Spendenplattform score4impact, dankbar erhalten. Es werden viele Arbeitsstunden der ehrenamtlichen Helfer-/innen erforderlich sein, um diese zu sortieren und in Kartons zu verpacken. Anschließend erfolgt die Aufteilung: Ein Teil wird vom BRK Dachau in die Ukraine transportiert, die schon seit vielen Jahren dringend Hilfe brauchen und auf unsere Unterstützung hoffen dürfen. Seit Kriegsbeginn ist der Bedarf noch dringender geworden, da rund 125.000 Menschen aus dem Osten in den Oblast Iwano-Frankiwsk geflüchtet sind und damit die Bevölkerung um 50 % gewachsen ist. Das ist eine große Aufgabe für die westliche Region in der Ukraine, diese Menschen unterzubringen und mitzuversorgen.
Ein anderer Teil kommt mit dem vom BRK Neuburg-Schrobenhausen geplanten Transport im August nach Sibiu in Rumänien. Dort werden die Kleidungsstücke in die rundum gelegenen ärmeren Gebiete verteilt. Seit vielen Jahren unterstützen wir ausgewählte, langfristig angelegte Aktionen. Dabei sind tiefe und freundschaftliche Verbindungen entstanden und wir erfahren sehr große Dankbarkeit.